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Russische Hochzeit    Russische Hochzeit
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Pressebetreuung: Arne Höhne
     
Ein Film von Pawel Lungin
F / RUS / D 2000
35mm, 1 : 1.,66, DTS, 114 Minuten
     
Russische HochzeitEine Kleinstadt irgendwo in der russischen Provinz. Moskau ist weit, der Tauschhandel blüht, seit Monaten wurden keine Löhne mehr gezahlt.
Der einzige Arbeitgeber ist das örtliche Bergwerk. Eher schlecht als recht schlägt sich die Bevölkerung durch ihren Alltag.
In diese chronisch provisorische Atmosphäre kehrt nun ausgerechnet die schöne Tanja zurück. Tanja, die einst in die Hauptstadt aufgebrochen war, um Model zu werden. Zur Verblüffung ihrer Jugendfreundinnen verkündet sie, nun für immer in der Stadt bleiben zu wollen.
Noch verblüffter zeigt sich allerdings Mischa, der von Tanja unumwunden umworben, ja gleich am ersten Tag ihrer Wiederbegegnung zur baldigen Heirat gedrängt wird.
Schon zum Neujahrsfest der dritten Klasse war Mischa von Tanja als Prinz erwählt worden - und hatte daraufhin die Besinnung verloren. Eine Kleinstadtanekdote, die nun wieder die Runde macht.
Natürlich liebt Mischa noch immer Tanja, natürlich geht er auf ihr Werben ein.

Als ausgerechnet am Tag der Hochzeit endlich wieder einmal Löhne ausgezahlt werden, nimmt man dies allgemein als gutes Zeichen. Mischa schöpft Hoffnung, von seinem Bergarbeiterlohn doch noch ein Geschenk für seine Braut kaufen zu können. Doch sein Vater, ein auf den Hund gekommener, einstiger "Held der Arbeit", nimmt ihm alles ab, bis auf die letzte Kopeke. Und das von seinen Kollegen gesammelte Geld wird von seinem trinkfreudigen Freund Garkuscha umgehend in Alkohol umgesetzt.
Wieder steht Mischa mit leeren Händen da. Als ihm der reuige Garkuscha später zwei goldene Ohrringe aushändigt, nimmt er diese freudig und nichtsahnend entgegen.

Inzwischen laufen die Vorbereitungen für das Fest auf Hochtouren. Der Pope muß instruiert, die Gagen für die Musiker ausgehandelt, vor allem müssen Speis und Trank in angemessenem Umfang herangeschafft werden. In einer Mangelgesellschaft nicht eben eine leichte Aufgabe. Zuletzt scheint sich jedoch alles zufriedenstellend regeln zu lassen. Die Heirat erweist sich als gesellschaftliches Großereignis, scharenweise Strömen die Gäste ins Kulturhaus.
Mischas Vater wird von einer elementaren Angst gepackt: der Wodka könnte nicht ausreichen! Bei seinem Versuch, die eiserne Reserve aus der elterlichen Wohnung zu holen, wird Mischa im Treppenhaus plötzlich verhaftet: eine aus Charkow angereiste Dame führt die Polizei gerade an den Schauplatz, wo ihr heute die Ohrringe gestohlen wurden. In Mischa erkennt sie einen vermeintlichen Komplizen des Täters wieder.
Es hilft weder Bitten noch Flehen: der ebenso voluminöse wie ehrgeizige Polizist Borsow wittert in dem Fall seine Chance, doch noch nach Moskau versetzt zu werden. Erst als Mischa ein umfassendes Geständnis unterschreibt, erkauft er sich damit die Erlaubnis, zu seiner Feier zurückkehren zu können. Allerdings nur bis 23 Uhr und unter ständiger Aufsicht des Milizionärs. Was er freilich nicht ahnt, ist der Umstand, daß sich hinter seinem Rücken eine handfeste Intrige zu spinnen beginnt.

Im Kulturhaus ist man heilfroh, den Bräutigam endlich zurück zu haben, die Gründe seiner zwischenzeitlichen Abwesenheit treten in den Hintergrund.
Jetzt wird ausgiebig getanzt, gelacht und gesungen. Und es wird natürlich auch sehr viel getrunken. In diese zunehmend ausgelassene Atmosphäre tritt nun Borodin, der es in Moskau zu Ansehen und Wohlstand gebracht hat - ein typischer Vertreter der Neuen Reichen, deren notorische Nähe zur Mafia auch in seinem Fall nicht zu übersehen ist. Bald stellt sich heraus, daß sein unerwarteter Besuch in der Kleinstadt sehr konkrete Gründe hat. Jahrelang war Tanja seine Geliebte, er hatte ihre Karriere gefördert und sie mit Geschenken überhäuft.
Weil Tanja sich jedoch als Konkubine auf die Dauer zu schade war, ist sie aus der Liaison ausgestiegen. Borodins Auftreten auf der Hochzeit stellt gleichzeitig einen letzten Versuch dar, Tanja zurückzuerobern.
Dabei kommt ihm die unmittelbar bevorstehende Verhaftung Mischas überaus gelegen. Durch leichte Einflußnahme auf die Polizei läßt sich der Diebstahl sicher zu einem bewaffneten Raubüberfall aufbauschen. Mischa wäre für viele Jahre aus dem Rennen und Borodin hätte gegenüber Tanja leichtes Spiel.
Eine Stunde vor Mitternacht. Die Stimmung nähert sich ihrem Höhepunkt. Mitten in das Bacchanal platzt die Verhaftung des Bräutigams und löst eine Revolte aus. Eskalation. Eine handfeste Saalschlacht hebt an. Im Getümmel gelingt Tanja und Mischa die Flucht. Mit einem klapprigen Motorrad fahren sie in den neuen Tag. Weder Intrigen noch ein von Tanja gegenüber Mischa vorenthaltenes Geheimnis können das Paar noch entzweien. Die Kraft der Liebe erweist sich wieder einmal als stärker.
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